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Thomas Thelen empfiehlt: „World´s End“ von TC Boyle

In unserer Rubrik „Thelens Lesetipp“ stellt unser Chefredakteur Thomas Thelen Ihnen absolut lesenswerte Bücher vor. Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie Ihr nächstes Lieblingsbuch.

Darum geht es in diesem Roman:

Geister der Vergangenheit suchen Walter Van Brunt an seinem 22. Geburtstag heim, und die Gedenktafel, gegen die er dann in der Nacht, betrunken und bekifft, mit seinem Motorrad rast, verweist auf ein Ereignis, das weit zurückliegt – und das auch mit Walter zu tun hat. Fortan macht er sich auf die Suche nach seinem verstorbenen Vater: Truman Van Brunt hat 20 Jahre zuvor, bei den berüchtigten Unruhen von Peterskill, der Gegenseite in die Hände gespielt und seine Frau in den Tod getrieben. Und die gleiche unheilvolle Geschichte von Treuebruch und Verrat hat sich vor noch viel längerer Zeit schon einmal zugetragen. Von den gleichen Geistern getrieben wie seine Vorfahren, muss Walter am Ende seinen eigenen Verrat teuer bezahlen.

Der Vielschreiber TC Boyle hat eine beachtliche Zahl an Romanen und Kurzgeschichten-Bänden veröffentlich. Das barocke Werk „World’s End“ ist und bleibt sein unerreichtes Meisterwerk! Also: Nicht lange warten, sondern so schnell wie möglich in Angriff nehmen. Beim Lesen darf man sich dann aber Zeit nehmen. Sonst ist das Vergnügen all zu schnell vorbei.

© Hanser Verlag

T.C. Boyle

World's End | Roman | 512 Seiten (1992) | Hanser Verlag

Mit immenser Phantasie, Sinn für schwarzen Humor und Überwirkliches hat Boyle eine dunklere Lesart der Geschichte Amerikas geschrieben.

T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, ist der Autor von zahlreichen Romanen und Erzählungen, die in vielen Sprachen übersetzt wurden. Bis 2012 lehrte er Creative Writing an der University of Southern California in Los Angeles.