Foto: Besucher in der Ausstellung, Susanne Lang © Deutsches Glasmalerei-Museum

25 Jahre Deutsches Glasmalerei-Museum in Linnich

Derzeit gibt es eine große Übersichtsausstellung, die Anfang Juni im Deutschen Glasmalerei-Museum in Linnich eröffnet wurde. Seit Luzia Schlösser die Leitung des Museums 2019 übernommen hat, ist sie neben ihren anderen Aufgaben mit dieser Jubiläumsschau „Glanzlichter einer strahlenden Kunst“ beschäftigt. Auf mehreren Ebenen des Hauses zeigt sie chronologisch, wie sich diese Kunst entwickelte. Glasmalerei war zunächst im Kontext des Kirchenraumes entstanden, also in ihrer Funktion und Aussage an die Architektur und an die Religion gebunden. Über Jahrhunderte hat es gedauert, indem sie sich anderen – auch weltlichen Themen – geöffnet hat und Glasmalerei auch als eigenständiges Werk wahrgenommen wurde. „Es gab im Mittelalter die zwei Richtungen: Glasmalerei in den Kirchenfenstern und als Porträt, wenn sich Adelige oder andere hochstehende Persönlichkeiten in Glas abbilden ließen“, erklärt Luzia Schlösser. Von der architektur-gebundenen Aufgabe und von den Erzählungen der Bibel hat sich die Glasmalerei zunehmend gelöst. Wie sie das geschafft hat und welche Schritte die Künstlerinnen und Künstler dabei gingen, davon erzählt „Glanzlichter einer strahlenden Kunst“.

Der eigentliche Festakt zum 25-Jährigen ist für den 6. November geplant. Dazu wird eine „Stele der Toleranz“ des Künstlers Karl Martin Hartmann vor dem Museum aufgestellt.

Wir freuen uns, dass Museumsdirektorin Luzia Schlösser eine Lesergruppe durch die aktuelle Ausstellung führt und hierbei viele Hintergrundinformationen zum Museum gibt.

Kommen Sie mit auf eine interessante Führung durch das Glasmalerei-Museum Linnich – wir freuen uns auf Sie!

Seit dem 4. April 2022 gelten bis auf Weiteres folgende Bedingungen für Ihren Besuch im Deutschen Glasmalerei-Museum:

  • Für den Besuch des Museums ist keine Terminbuchung notwendig. Für eine Teilnahme an Veranstaltungen ist eine Voranmeldung nötig.
  • Für den Einlass gilt die 3G-Regel. Einlass erhalten:
    • vollständig (2 x) geimpfte und geboosterte Personen
    • genesene Personen (der Genesenen-Nachweis darf nicht älter als 6 Monate sein)
    • nicht-geimpfte Personen mit Testnachweis (attestiertes Negativ-Testergebnis nicht älter als 24 Std. oder negativ attestierter PCR-Test nicht älter als 48 Std)
      Die Nachweise sind zusammen mit einem Personalausweis an der Kasse vorzuzeigen.
  • Kinder und Jugendliche (einschließl. Volljährigkeit) gelten als getestet. (Ab 15 Jahren ist ein gültiger Schülerausweis oder alternativ ein Nachweis über die vollständige Impfung vorzulegen).
  • Für den Besuch des Museums ohne Buchung einer Veranstaltung, ist das Tragen einer Maske ab 6 Jahren freiwillig (FFP2 Maske, OP-Maske, Stoff-Maske). Befinden sich mehr als 10 Personen in einem Raum, die nicht zu einer „Einheit“ gehören, ist die Maske wieder aufzusetzen.
  • Für die Teilnahme an Veranstaltungen des Museum (Führungen, Workshops, Frühstücke, Konzerte usw.) gilt weiterhin die Maskenpflicht ab 6 Jahren (FFP2 Maske, OP-Maske, Stoff-Maske). Kita/Kindergartengruppen werden bei Teilnahme an Workshops darum gebeten, auch Masken zu tragen.
  • Beachtung der Hygiene- und Abstandregeln.
  • An der Shoptheke steht Desinfektionsmittel für Sie bereit. Desinfizieren Sie sich bitte die Hände bevor Sie den Museumsrundgang starten.
© Dagmar Meyer-Roeger

Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich

Das einzige seiner Art in Deutschland

Es zeigt in wechselnden Ausstellungen historische und zeitgenössische Exponate verschiedener Glaskünstler. Das Museum ist in einer ehemaligen Wassermühle beheimatet, die vor den ehemaligen Stadttoren Linnichs durch den Mühlenteich angetrieben wurde.

Auch heute noch fließt der Abzweig der Rur unter dem Museum hindurch. Nach dem Umbau zum Museum stehen 1400qm Ausstellungsfläche auf insgesamt 8 Ebenen zur Verfügung. Darüberhinaus bietet eine kleine Werkstatt einen Einblick in Entstehung von Glasmalereien und Glaskunstwerken.

Gefördert durch viele Partner und Sponsoren ist die Kunstvermittlung und die wissenschaftliche Arbeit ein Anliegen des Museums. Ein großes Team aus Mitarbeitern unterschiedlichster Qualifikationen ist die Grundlage dafür.

Museumsdirektorin

Luzia Schlösser

Das Deutsche Glasmalerei-Museum in Linnich ist ein Spezialmuseum für Glasmalerei vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert. Es sammelt, forscht und vermittelt auf dem Gebiet einer künstlerischen Bildsprache, die wegweisende Impulse für die Moderne gesetzt hat, seit der niederländische Künstler Johann Thorn Prikker Anfang des 20. Jahrhunderts ins Rheinland gerufen wurde. Das Museum macht der Öffentlichkeit bewußt, dass in der Nachkriegszeit internationale Wirkung von der rheinischen Glasmalerei ausgegangen ist und diese unterschätzte Kunstform auch heute deutschlandweit einen qualitätvollen Stand als Raumkunst und autonome Ausdrucksform vertritt.  Luzia Schlösser leitet das Glasmalereimuseum in Linnich und das Burgenmuseum in Nideggen. (Foto: Anne Schröer).

Bildergalerie mit Fotos von Peter Engels